Lerncoaching mit System

Erfolg schafft Motivation

Ziel ist es, Kindern relativ schnell Erfolgserlebnisse zu verschaffen und ihnen so zu zeigen, dass „die Strategie“ auch bei Ihnen funktioniert und dass sie das auch können. Bei Grundschülern hat es sich bewährt, die aktuell im Unterricht behandelten Lernwörter und Wortgruppen zur Basis der Arbeit zu wählen. Im nächsten Diktat ist der Erfolg oft schon spürbar. Das Kind kann so einen unmittelbaren Nutzen für sich erkennen. Natürlich fördert das die Motivation weiterzumachen.

Ältere Schüler, von denen man an den sich an die Grundschule anschließenden Schulen erwartet, dass sie die Rechtschreibung weitestgehend beherrschen, können z.B. ein Thema, welches sie besonders interessiert, als Ausgangspunkt der Übungen wählen. Fußballfans oder kleine Pferdenärrinnen finden so über ihr Hobby den Einstieg in die Rechtschreibung.

Daran schließt sich eine konsequente Bearbeitung der jeweils aktuell in den Schulheften falsch geschriebenen Worte, denn sie widerspiegeln am besten das individuelle Fehlerbild.
In der Regel umfasst das LRS-Coaching etwa 15 Termine etwa im Abstand von einer Woche. Die ersten rund 10 – 12 Stunden besucht das Kind allein, denn es geht darum, die Strategie beim Kind zu verankern und sicherzustellen, dass das Kind sie verinnerlicht.

Kinder brauchen in ihrem Lernprozess selbstverständlich noch Unterstützung, denn sie sind noch nicht in der Lage, vollkommen die Verantwortung für ihren Lernerfolgt zu übernehmen. Lernbegleiter und Unterstützer sind in der Regel die Eltern oder ein Elternteil. Auch Großeltern können die Rolle des Lernbegleiters sehr gut ausfüllen. Oft haben sie sogar mehr Zeit. In den letzten Coaching-Stunden wird die Person, die das Kind im Lernprozess unterstützt, auch in die Methode eingearbeitet, damit sie später das Kind optimal unterstützen kann.
Es hat sich gut bewährt, im Anschluss an die rund 15 Coaching-Termine, noch ein paar „Kontrolltermine“ im Abstand von 4 bis 6 Wochen zu vereinbaren. Vielen Kindern gibt das zusätzliche Sicherheit und mir die Gelegenheit, ihnen noch ein paar nützliche „Tricks“ an die Hand zu geben.

Für Kinder, die aufgrund weiter Entfernungen nicht die Möglichkeit haben, zu mir in die Praxis zu kommen, biete ich das Coaching auch via Skype an.

LRS Erfolg ist machbar!

Am Anfang scheint es vielleicht als eine wirklich große Hürde, den Berg an Rechtschreibfehlern abzutragen. Am Beispiel des Wortschatzes eines Viertklässlers lässt sich ganz gut verdeutlichen, worauf es letztlich hinausläuft. Am Ende der Klasse vier umfasst der zu beherrschende Wortschatz rund 4.000 Wörter. Werden in einem aus 100 Wörtern bestehendem Diktat 15 Wörter falsch geschrieben, beträgt die Fehlerquote also 15 %. Übertragen auf den Gesamtwortschatz, sind also rund 600 Wörter zu bearbeiten.

Fordern ja, überfordern nein! Realistisch ist es, dass ein Kind 3 bis 5 Wörter täglich nach der Dilts-Methode lernt. Auch Zeit für Wiederholungen muss naturgemäß eingeplant werden. Wird so täglich geübt, ist der Fehlerberg in einem überschaubaren Zeitraum von 6 bis 8 Monaten abgetragen oder doch zumindest deutlich kleiner geworden. Es ist wichtig, dass das Kind erkennt, dass es für sich selbst arbeitet und lernt. Es muss ein eigenes Interesse am Erfolg haben. Es muss ein Wunsch sein, das Rechtschreibproblem in den Griff zu bekommen. Das klingt simpel. In der Praxis kommt es gar nicht so selten vor, dass Kinder eben lernen, um es ihren Eltern Recht zu machen um danach in Ruhe gelassen zu werden. Hier gilt es erst einmal die Motivation zu wecken.

Lerncoaching Blog

Hirngerechtes Lernen mit Mindmaps

von Bianca Brieke

Mindmaps sind eine tolle Art, ein Thema schnell und strukturiert aufzuarbeiten. Hin und wieder zeichne ich Mindmaps zu Themen, die mir meine Schüler mitbringen.

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Angst eigentlich ein natürlicher Schutzreflex

von Bianca Brieke

Angst ist grundsätzlich ein natürlicher und auch sinnvoller Schutzmechanismus. Auch Kinder haben Ängste, die prinzipiell völlig natürlich und unproblematisch sind. Kritisch wird es, wenn Ängste nicht mehr bearbeitet und damit abgebaut werden können. So besteht die Gefahr, dass sie die Entwicklung von Kindern beeinflussen. Die Freie Presse nimmt sich heute in einem lesenswerten Artikel dem Thema "Schutzreflex Angst" an. Besonders betroffen macht aus meiner Sicht ein Absatz, der überschrieben ist mit "Haben Ängste bei Kindern und Jugendlichen zugenommen?

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Hirngerechtes Lernen statt Bulimie-Lernen

von Bianca Brieke

„Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir“ mit diesem Spruch äußerte einst Seneca seine Kritik an den römischen Philosophenschulen seiner Zeit. Und, obwohl es sicher genau andersherum heißen sollte, spiegelt dieser Spruch aktueller denn je die Situation an unseren Schulen wider. Bulemie-Lernen ist die Strategie, mit der sich viele Schüler Schuljahr für Schuljahr durchs Schulleben schlagen. Nachhaltiges Lernen für ́s Leben - Fehlanzeige!

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